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Dank unserer umfangreichen sozialen Absicherung können Sie sich in vielen Situationen auf finanzielle Unterstützung verlassen. Beispielsweise wenn Sie krank werden, ein Kind bekommen oder in Rente gehen. Dies gilt auch für Selbstständige. Deshalb zahlen Sie jedes Quartal Sozialversicherungsbeiträge. Aber welche sozialen Rechte erwerben Sie als Selbstständiger im Hauptberuf?

Wie funktioniert das gesamte System der Sozialbeiträge? In unserem Leitfaden für Existenzgründer wird alles deutlich erklärt.

1. Sie werden krank

Bezüglich der Gesundheitsfürsorge haben Sie als Selbstständiger die gleichen Rechte wie Arbeitnehmer. So erhalten Sie über Ihre Krankenkasse eine Rückzahlung für medizinische Kosten wie Kauf von Arzneimitteln, Aufnahme ins Krankenhaus oder Physiotherapie.

Verlieren Sie Ihr Einkommen, weil Sie erwerbsunfähig werden? Dann erhalten Sie ab dem zweiten Monat eine Unterstützung über Ihre Krankenkasse. Der Betrag variiert zwischen 914,16 und 1.489,54 Euro pro Monat, abhängig von Ihrer Familiensituation.

2. Sie bekommen ein Kind

Nach der Geburt eines Kindes haben Mütter Anspruch auf 12 Wochen Mutterschaftsurlaub. Pro Woche erhält man eine Unterstützung in Höhe von 467,47 Euro. Die erste Woche wird vor der Entbindung genommen. Außerdem werden kostenlose Dienstleistungsschecks für 105 Stunden Hilfe in den Wochen nach der Geburt - die sogenannte Mutterschaftshilfe - gewährt.

Vaterschaftsurlaub für Selbstständige gibt es noch nicht.
Außerdem hat man Anspruch auf Mutterschaftsgeld und Kindergeld, wie bei Lohnempfängern.

3. Sie pflegen einen Angehörigen

Ein Pflegeurlaub („thematischer Urlaub) oder die Betreuung eines pflegebedürftigen Familienangehörigen („informelle Pflege“ durch nahestehende Personen) dauert jeweils 1 bis 6 Monate. Während Ihrer gesamten Laufbahn dürfen Sie insgesamt 12 Monate Pflegeurlaub nehmen. Dafür gibt es drei anerkannte Gründe:

  • Sie sorgen für einen Angehörigen – bis zum zweiten Grad – der schwer krank ist.
  • Sie übernehmen die Palliativpflege eines Angehörigen.
  • Sie sorgen für Ihr eigenes Kind mit einer Behinderung.

4. Ihr Unternehmen schließt (vorübergehend)

In einigen Fällen müssen Sie Ihr Unternehmen notgedrungen schließen. Weil beispielsweise ein Brand ausbrach, Ihr Unternehmen zerstört wurde oder wegen einer Naturkatastrophe. In diesem Fall gilt das Überbrückungsrecht und behalten Sie Ihre sozialen Rechte noch ein Jahr. In diesem Jahr erhalten Sie auch eine monatliche Unterstützung.

5. Sie gehen in Rente

Mit Ihren Sozialversicherungsbeiträgen bauen Sie auch Ihre Rente auf. Der Mindestbetrag für Arbeitnehmer und Selbstständige ist gleich, im Durchschnitt erhält man als Selbstständiger jedoch deutlich weniger.
Viele Unternehmer entscheiden sich deshalb für das Altersvorsorgesparen mittels der sogenannten „Freien Zusatzrente für Selbstständige (FZRS)“.

Work in progress

Die Rechte von Selbstständigen wurden in den letzten Jahren zunehmend gestärkt. Eine gute Sache, denn so wird die Kluft zwischen Selbstständigen und Arbeitnehmern immer kleiner. So wurden die Mindestrente und das Kindergeld für Selbstständige bereits denen für Arbeitnehmer gleichgestellt.

Zusatzversicherung benötigt?

Es gibt viele Zusatzversicherungen, die obligatorisch oder als Option abgeschlossen werden können. Unternehmer, deren Betrieb von Kunden besucht wird, müssen sich gegen Brand- und Sturmschäden oder Körperverletzungen bei Kunden nach einem Brand oder einer Explosion absichern. Alle Selbstständigen können optional die garantierte Einkommensversicherung oder die Berufshaftpflichtversicherung abschließen.
Möchten Sie mehr über Sozialbeiträge für Selbstständige im Haupt- oder Nebenberuf erfahren? Lesen Sie unseren Leitfaden für Existenzgründer.

Um exakt zu wissen, welche Versicherungen Sie am besten abschließen oder wo Sie Anträge für Leistungen einreichen müssen, können Sie sich an Ihren Existenzgründungsberater wenden.