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Als Existenzgründer müssen Sie sich für die geeignete Rechtsform Ihres Unternehmens entscheiden. Manchmal bietet sich ein Einzelunternehmen an. In anderen Fällen ist eine Gesellschaft geeigneter. Einige Gesellschaftsformen ähneln sich stark, unterscheiden sich jedoch in gewissen Einzelheiten. Zum Glück ist Besserung in Sicht. Innerhalb weniger Jahre sollte alles etwas transparenter sein. Was bedeutet das konkret?


Gesellschaftsrecht ist nicht gerade ein Thema, mit dem sich Existenzgründer gern beschäftigen. Dennoch ist es kein überflüssiger Luxus, sich über die geplanten Änderungen zu informieren. Je besser Sie Ihren Buchhalter oder andere Finanzexperten verstehen, desto schneller und durchdachter können Sie Ihre Entscheidungen treffen. Reagieren Sie jedoch vor allem nicht überstürzt: In der Praxis dauert es womöglich noch bis 2019 oder 2020, bevor alles geregelt ist.

Ein Haufen weniger Gesellschaften

Eine der wichtigsten bevorstehenden Änderungen ist die Reduzierung der Anzahl der Gesellschaftsformen. Die folgenden, eher seltenen Unternehmensformen sollen verschwinden: die stille Gesellschaft, die Gelegenheitsgesellschaft, die wirtschaftliche Interessenvereinigung (WIV), die „Starter“-PGmbH, die Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung, die Gesellschaft mit sozialer Zielsetzung und die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA).

Der Rest darf bleiben. Sie haben also die Auswahl aus den folgenden wichtigsten Optionen:

  • Gesellschaft des allgemeinen Rechts: die „leichteste“ Form, ohne Rechtspersönlichkeit, die nicht der Körperschaftsteuer unterliegt. Hierbei handelt es sich um eine rein vertragliche Kooperation zwischen einigen Parteien.
  • Offene Handelsgesellschaft (OHG): eine einfache Form, bei der jeder Gesellschafter unbeschränkt haftbar ist.
  • Kommanditgesellschaft (KG): Hier gibt es (mindestens) einen sogenannten „stillen“ Gesellschafter (der sogenannte Geldgeber, der nur für den von ihm eingebrachten Betrag beschränkt haftbar ist) und mindestens einen arbeitenden Gesellschafter.
  • Genossenschaft (Gen.): Bei dieser Gesellschaftsform muss es mindestens drei Gesellschafter geben, die alle beschränkt haftbar sind.
  • Aktiengesellschaft (AG): eine Option für kapitalkräftige Unternehmen durch die direkte Einzahlung von 61.500 Euro.
  • Privatgesellschaft (PG): die häufigste Form und womöglich auch die zukünftige Standardform.

Von PGmbH zu PG

Die drei letzten Buchstaben der PGmbH sollen wegfallen, das sind jedoch nicht die wichtigsten Neuheiten. Die neue Form wird auch zugänglicher und sollte sich besser auf die eigenen Wünsche abstimmen lassen. Einige Beispiele für die „Updates“:

  • 1 Euro Startkapital reicht aus (früher musste man 18.550 Euro einbringen).
  • Die Gesellschafter können flexibler bei- und austreten.
  • Auswahl aus Einlage in Geld, in natura oder sogar in Arbeit.
  • Demgegenüber gelten jedoch strengere Anforderungen für den Finanzplan.
  • Möglichkeit zur Bildung verschiedener Anteilskategorien, deren Stimmrechte und Gewinnverteilung beispielsweise variieren können (also nicht mehr unbedingt 1 Anteil = 1 Stimme.


Wird die Entscheidung jetzt einfacher?

Manchmal, aber nicht immer. Die allererste Entscheidung, die Sie treffen sollten, ist immer noch die gleiche: Einzelunternehmen oder Gesellschaft? Viele Existenzgründer wählen die erste Form: Sie ist kostengünstig, einfach und logisch, wenn man als Einzelunternehmer tätig ist.
Vergessen Sie jedoch nicht, dass zwei Kriterien bei dieser Auswahl bestimmend sind. Das erste Kriterium betrifft die Steuern: Sobald Sie mehr als eine bestimmte Obergrenze verdienen (die Ihr Buchhalter für Sie ermitteln kann), ist eine Gesellschaft steuerlich interessanter. Der zweite Faktor betrifft die Haftung: Wenn Ihre Tätigkeit Risiken beinhaltet, haften Sie in einer Gesellschaft nicht mit Ihrem Privatbesitz.

Fazit

Die Entscheidung für die richtige Rechtsform bleibt eine komplexe und heikle Angelegenheit. Der nächste Schritt: gemeinsam mit einem Finanzexperten die richtige Entscheidung treffen. Ein SBB-Existenzgründerberater in Ihrer Nähe hilft Ihnen gern weiter!